Brauchtum und Feste in Südtirol
Südtirol bewahrt ein reiches kulturelles Erbe, das sich in gelebten Traditionen, jahrhundertealten Bräuchen und vielfältigen Festen im Jahresverlauf widerspiegelt.
Feste und Traditionen in Südtirol
Die norditalienische Region ist ein kultureller Mix aus deutschen und österreichischen Einflüssen, die sich in der Tradition und den Bräuchen der Region wiederfinden. Volksmusik, Trachten, Speck und Gemütlichkeit werden hier ganz großgeschrieben! Gepaart mit dem italienischen „Dolce Vita“ trifft man in Südtirol auf eine außergewöhnliche Kultur und Tradition.
Böllerschießen, Trachten und Blaskapelle
Es kann schon einmal passieren, dass man in Südtirol morgens um 5 Uhr von einem lauten Knall geweckt wird! Das Böllerschießen wird in der Region noch heute zu Hochzeiten und Feiertagen, vor allem an Fronleichnam und zum Herz-Jesu-Fest, zelebriert. Bei Hochzeitsfeiern wird traditionell um 5 Uhr für die Braut, und um 6 Uhr für den Bräutigam geschossen.
Auf Trachten trifft man in Südtirol auf dem Bauernmarkt und am Sonntag in der Kirche. Bei Kirchenfesten, bei der Kirchweih, bei Prozessionen und den zahlreichen Wallfahrten versammeln sich die Blaskapelle und die Schützen. Auch die knallblaue Schürze gehört heute noch dazu – aus meist mit einem lustigen Slogan versehen und natürlich „Made in Südtirol“ wird sie vom Südtiroler Bauern getragen.
Schlemmen beim Almabtrieb und Törggelen
Ab Mitte September wird die Gefahr eines Wetterumschwungs mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu groß. So leeren sich die Almen langsam und Mensch und Tier kehren ins Tal zurück. Die Rückkehr wird gebührend gefeiert! Mit herausgeputzten Trachten, geschmückten Tieren, Blaskapelle und Feiertagsessen wird der Herbst begrüßt. Heute ist der Almabtrieb vielerorts eine Touristenattraktion und Einheimische und Besucher feiern gemeinsam.
Das Törggelen ist fast schon ein Synonym für die kulinarische Südtiroler Lebensart geworden! Die Bezeichnung selbst stammt von Torggel, der Weinpresse. So wird alljährlich im Herbst auf den Höhen der neue Wein direkt beim Winzer verkostet, was natürlich mit leckeren Spezialitäten gekrönt wird. In den traditionellen „Buschenschanken“ kann man zu Weinverkostung und Hausmannskost einkehren. Der „Nuie“, der neue Wein, wird gerne zur Schlachtschüssel oder gerösteten Kastanien, den „Kerschtn“, zu Speck und Schlutzern und Knödeln und Kraut serviert.
Slow Food und regionale kulinarische Feste
Selbstverständlich hat die Slow Food Bewegung in der Region der Gemütlichkeit Einzug gehalten. Der Slow Food Organisation geht es um ökologische Qualität, Regionalität und Genuss. In Südtirol gibt es derzeit vier Förderkreise, die das Slow Food-Logo, die Weinbergschnecke, tragen: der Ahrntaler Graukäse, das Grauvieh, das Villnösser Brillenschaf und das Vinschger Ur-Paarl, die leckeren Fladenbrötchen. Alle Restaurants, die Slow-Food-Produkte anbieten, dürfen ebenfalls mit dem Logo werben.
Themenspezifische Feste zu regionalen Produkten, wie sie überall in Italien gefeiert werden, entdecken auch die Südtiroler Gemeinden in den letzten Jahren immer mehr für sich. Das Erdbeerfest im Martelltal findet Ende Juni statt, das Speckfest in Villnöss im Oktober. Seit vielen Jahrzehnten gehören bereits die zahlreichen Weinwochen und diverse Kastanienfeste über die gesamte Region verteilt dazu.
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