Reisanbau im Piemont

Der Reisanbau im Piemont prägt seit Jahrhunderten die Landschaft der Po-Ebene und bildet die Grundlage für zahlreiche klassische Gerichte der norditalienischen Küche.

Reisanbau und regionale Tradition

Bei Italien denkt man eher an Pizza und Pasta, und nicht unbedingt an Reis. Allerdings ist Italien der größte Reisproduzent Europas! Rund 50% der europäischen Reisproduktion stammen aus Italien, und davon 90% aus dem Überschwemmungsgebiet der fruchtbaren Poebene. Die sogenannte „Lomellina“ erstreckt sich zwischen den Städten Novara, Vercelli und Pavia. Hier wird neben herkömmlichen Reissorten natürlich auch hervorragender Risotto-Reis angebaut.

Für ein Kilogramm Reis werden etwa 3.000 bis 20.000 Liter Wasser benötigt! Im Piemont werden hierfür unter anderem die Gebirgsflüsse Dora Baltea und Sesia angezapft, bei denen es sich um Schmelzwasser des Mont Blanc und Monte Rosa handelt. Die besonders gute Qualität des reinen Gebirgswassers ist vor allem für den Anbau von Bio-Reis wertvoll.

Der Reisanbau in Italien reicht bis in 15. Jh. zurück. Über 400 Jahre wurde hier sogar nur eine einzige Sorte, die heute als Balilla bekannt ist, angebaut. Mitte des 19. Jh. importierte ein Jesuitenpfarrer um die 40 Sorten der tropischen Pflanze von den Philippinen. Er pflanzte die Reiskörner aus und beobachtete, welche sich für die Bedingungen in der Po-Ebene am besten eigneten.

Heute werden einige Dutzend verschiedener Sorten angebaut, von denen die meisten sich natürlich für Risotto eignen. Die bekanntesten Sorten sind Balilla, Arborio, Baldo und Carnaroli, die als die beste der Risotto-Reissorten gilt und auch am meisten kostet!

Anfang Mai beginnt die Saat der vorgekeimten Reiskörner auf den Reisfeldern. Wichtig ist, dass das Wasser überall gleich hochsteht, damit nicht nur die Versorgung mit Flüssigkeit, sondern auch die Funktion als Wärmespeicher gewährleistet ist. Das Wasser schützt die Pflanzen vor der Hitze am Tag genauso wie vor den kühlen nächtlichen Temperaturen, da der Reis – abhängig von der Sorte- etwa 12 bis 18 Grad Celsius zum Keimen benötigt.

Nachdem sich an den kräftigen grünen Halmen die Rispen entwickelt haben und die Reiskörner bald darauf anfangen zur reifen, werden die Felder trockengelegt. Innerhalb weniger Tage verwandelt sich die Landschaft: Aus leuchtendem Grün wird ein schimmerndes Rot-Gold, bevor sie braun werden. Nach der Ernte müssen die Reiskörner trocknen, bis sie nur noch 14% Feuchtigkeit enthalten. Daraufhin werden sie in mehreren Schritten in den Reismühlen zu Vollkornreis, Reismehl oder dem schönen, weißen Risotto-Reis verarbeitet.

Danach – über die Herbst- und Wintermonate – gleicht die Lomellina wieder einer ganz normalen europäischen Landschaft. Im nächsten Frühjahr wird sie wieder geflutet und verwandelt sich aufs Neue in das Land des Wassers.

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