Die Trüffel von Alba
Die Trüffel von Alba zählen zu den begehrtesten Delikatessen Italiens und stehen weltweit für höchste Qualität, Tradition und piemontesische Genusskultur.
Die Trüffel von Alba – das weiße Gold
Hervorragender Wein und köstliches Essen – die Region Piemont ist für Gourmets und Liebhaber des süßen Lebens ein wahres Paradies! Die bezaubernden Weingegenden der Langhe haben dabei eine besonders wertvolle Delikatesse zu bieten. Den berühmten Tuber Magnatum Pico, oder auch Tartufo Bianco d’Alba, der weiße Trüffel.
Für das unscheinbare, fast unsichtbare Gewächs pilgern Gourmets aus der ganzen Welt alle Jahre wieder nach Alba. Alljährlich wird der kostbaren Knolle auch bei der Internationalen Trüffelmesse in Alba gehuldigt.
Der Alba Trüffel gehört zu den wertvollsten und kostbarsten der Welt! Ein Kilo der weißlichen, nach Knoblauch riechenden Knolle können gut und gerne 2.500 bis 6.000 Euro wert sein, mit steigender Tendenz, da der Pilz nicht mehr allzu häufig zu finden ist. Er wächst bevorzugt unterirdisch an den Baumwurzeln von Eichen, Ulmen, Weiden und Pappeln, allerdings verschwinden die Wälder in den Langhe durch den Weinanbau mehr und mehr.
Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, die Knolle aufzuspüren. Hundenasen sind zum Erschnüffeln bestens geeignet. Das Training ist jedoch langwierig: Erst jahrelanges Üben, und zwar jeden Tag, macht aus einem Hund einen Meister-Schnüffler! Ganze Generationen von Hunden gingen hier schon durch eine harte Trüffelsuchschule. Der „Trifulau“ (oder „Trifolao“), der Trüffelsucher, ist jedenfalls auf seinen vierbeinigen Begleiter bei der Trüffelsuche von Ende September bis Anfang Januar angewiesen.
Bevorzugt nachts zieht er mit seinem Gefährten durch die wenigen Wälder und Auen der Langhe, zum einen, weil die Hunde dann weniger abgelenkt sind, und zum anderen ist im Dunkeln die Gefahr geringer, beobachtet zu werden. Denn die Fundstellen werden gehütet wie ein Staatsgeheimnis! Nicht selten werden sie erst am Sterbebett verraten, natürlich nur an den Nachfolger aus der eigenen Familie.
Die Geschichte des kostbaren Trüffels aus Alba ist weitreichend. Cicero und Plinuis der Ältere berichteten bereits über die Delikatesse aus den Langhe, und im 18. Jh. machte sich Preußenkönig Friedrich I. sogar höchstpersönlich auf die Suche nach dem weißen Gold. Seinen richtigen Namen erhielt der Trüffel im Jahre 1788: Tuber und Magnatum aus dem Lateinischen, aufgrund seiner beuligen Form und der Erlesenheit, und das Pico geht auf den gleichnamigen Turiner Dottore zurück, von dem die Knolle erstmals dokumentiert wurde.
Im Herbst sollte man sich keinesfalls ein piemontesisches Menü mit dem frischen Trüffel entgehen lassen! Klassische Gerichte mit Trüffeln sind alle Arten von Pasta, vor allem die piemontesische Tajarin, Risotto, Funduta und Carne cruda. In den Feinkostgeschäften im historischen Zentrum von Alba und zur entsprechenden Marktzeit im Herbst kann man die wertvollen Pilze sogar erwerben und so das einfache Rührei zu Hause mit ein paar darüber gehobelten Trüffelspäne zur hochkarätigen Delikatesse adeln!
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